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Kurz-Review Hopfenstopfer Incredible Pale Ale von Häffner Bräu

Eigentlich wollte ich doch ein wenig mehr schreiben zu diesem IPA. Aber, lest selbst warum es sich in meinen Augen, Nase und Gaumen einfach nicht lohnt…

Nase: Süß, nur wenig fruchtig für ein IPA. Hmmm…. Mandarine, Pfirsich nur sehr dezent. Aber dafür die Süße eines Bockbieres? WTF?

Mund: Süß. Malzig. Die 6,1% schmeckbar. Was ja bei einem IPA eigentlich nicht sein sollte. Im Nachgeschmack erst etwas mandarinig. Nicht so schlecht, aber viel zu “bockbierig”. Die fruchtigen Hopfensorten versuchen immer wieder, nach vorne zu kommen, aber sie schaffen es am für die IPA-durchschnittlichen 6,1% nicht vorbei. Schade. Es gibt Killer-IPAs, die 9% haben und NULL nach strange gehopftem Bockbier schmecken, dieser latente Port-Geschmack. Das klappt hier gar nicht. Fruchtiges Elephanten-Starkbier? Irgendwie. Aber nicht so trinkbar, weil die Hopfigkeit nicht geil ist. Neben der Süße eine böse Erinnerung an das schlechteste Bier der Welt…

Abgang: Bitter. Hopfig. Erinnert fast an das Bier, welches ich am meisten verabscheue: Bitburger. Die schrecklichste  bittere Plörre in dieser Galaxie. Vielleicht auch aller Multiversen. Nur die leichte Fruchtnote macht es noch relativ erträglich. Die ist aber für ein IPA ja fast schon  homöopathisch (also nicht wissenschaftlich nachweisbar). 

Fazit: Ne, dat is nix für mich. Geschmäcker sind verschieden, aber wer den Inhalt dieser Flasche mag, der trinkt auch Bitburger. Das erste Bierreview seit langem, nein, überhaupt, welches mir keinen Spaß macht. Da erspare ich mir auch jedwede weiteren Worte zu Brauerei und Co wie sonst gerne mal. Wie dieses IPA bei ratebeer auf die Rezis und Punkte kommt ist mir unverständlich. Und ich bilde mir ein, grade bei den verschiedensten Ales einen guten und ausgeprägten und vielseitigen Gaumen und Nase zu haben. Vielleicht hab ich auch nur nen miesen Batch erwischt… 

 

Nachtrag: Nachdem mir Freunde sagten, daß sie dieses Bier ganz anders erlebten und diese sonst einen ähnlichen Geschmack haben, habe ich die Flasche kontrolliert. Sie war noch haltbar. Aus Gründen der Fairness aber habe ich mir noch eine Flasche gekauft und werde dieses Bier erneut testen. Vielleicht war es wirklich nur eine schlechte Flasche.

Update zum Nachtrag: Auch die zweite Flasche fand ich persönlich nicht gut. Anscheinend ist das hier einfach nicht mein Bier. Wir werden keine Freunde. Allerdings gibt es Leute, die auf sowas stehen. Geschmäcker sind verschieden, und auch wenn das hier ein handwerklich ordentlich gemachtes Bier ist, die Hopfung ist in meiner persönlichen Geschmacksempfindung eben mehr als „meh“..

Kurz-Review Schorschbock Bockbier 13%Vol

In Franken braut Georg  Tscheuschner in seiner Schorschbräu-Brauerei ein paar sehr außergewöhnliche Biere. Die Spezialität dieser Brauerei sind Biere mit einem extrem hohen Alkohol-Gehalt. Wir reden hier aber nicht von „Starkbieren“ mit 7%, nein, wir reden hier von Bockbieren, die bei 13% anfangen und sich über die 30er und 40er erstrecken, bis zu 57% sind möglich! Ich persönlich habe mich an die 13er Varianten getraut und gestern abend einen Schorschbock 13 verköstigt.

Georg Tscheuschner gründete die Brauerei 1996 mit dem Augenmerk auf kleine Mengen besonderer Biere bei hoher Qualität. Er ist somit einer der Vorreiter des momentan boomenden Craft Beer-Trends gewesen. Der Braumeister empfiehlt, sich einem solchen Bockbier eher wie einer Spirituose zu nähern. Also erst mit der Nase, die Aromen wirken lassen, die Entwicklung derselben zu verfolgen und dann das Zusammenspiel von Nase und Gaumen zu erkunden. Das sind beileibe keine Biere zum kippen, sondern anspruchsvolle Getränke, die Richtung Liköre gehen. Da muss mensch sich Zeit nehmen. Daher verwende ich die gleichen Modalitäten wie bei den Whisk(e)y-Reviews.

Trinktemperatur: ca. 4°C

Nase: Malz, etwas Lakritz. Sherry, Port-Wein, Rotwein. Trauben, dunkle Kirsche. Nicht unangenehm.

Gaumen: Port, Sherry, Kirsche. Cola. Malz.

Abgang: Lang und süss.

Fazit: Lecker. Ein Bier zum Genießen!